Ein Gesund-Mythos namens NUDELN

In Zeiten der radikalen „Low Carb Diäten“ und des Schlankheitswahns, gelten Nudeln immer häufiger als ungesunde Dickmacher und nicht ideal als Basis einer gesunden Mahlzeit. Nudeln gibt es allerdings schon seit Jahrtausenden, weit vor Low Carb Diäten und XS Modellgrößen. Hier kommt die Wahrheit über die vermeintlichen Dickmacher!

Ich denke, dass frühere Völker auch nicht generell zu dick waren. Im asiatischen Raum werden neben Reis auch viele Nudelsorten konsumiert, in Italien dem Nudelland schlechthin ebenfalls. Gerade aber Asiaten gelten als nicht zu dick und haben oftmals ein gutes Idealgewicht. Da ich oft in China unterwegs bin, ist mir bekannt, wieviel Nudeln sie essen. Ob als Einlage in eine Suppe oder Nudeln mit Eier und Gemüse. Die Italiener sind auch nicht gerade als die dicksten und ungesündesten Menschen Europas bekannt.

Was ist also dran am Mythos „Nudel der ungesunde Dickmacher“?

  • Immer wieder werde ich mit großen Augen angesehen, wenn ich bei meinen Ernährungs- und Therapieplänen Nudeln in einem Gericht erwähne. „Die darf ich doch nicht essen, diese machen dick und sind so ungesund“! Die wildesten Gerüchte kursieren, dass das kohlenhydratreiche Fast Food dick und krank macht. Es kommt aber darauf an, welche Nudeln ich esse, wie oft und zu welcher Uhrzeit ich sie zu mir nehme.
  • Seitdem Ernährungsformen wie Low Carb, Keto und Paleo bekannt geworden sind, werden Nudeln verteufelt – aber ich finde, ganz zu Unrecht.

 

  • Tatsächlich sind Hartweizennudeln echte Kalorienbomben. Das ist zwar nicht zwingend ungesund, bringt bei übermäßigem Konsum aber den Energiehaushalt durcheinander.
  • Eine gesündere Varainte sind demnach Vollkornnudeln, die aufgrund ihres hohen Anteils an Ballaststoffn zu einem schnelleren Sättigungsgefühl führen und zudem gut sind für den Darm.
  • Mit einem mehr als doppelt so hohen Ballaststoffanteil gegenüber hellen Hartweizennudeln haben Vollkornnudeln einen positiven Einfluss auf die Darmaktivität und sättigen langanhaltend.
  • Mit 320 Kalorien pro 100 Gramm Rohgewicht haben sie zudem rund 30 Kalorien weniger als helle Hartweizennudeln. Außerdem beeinflusst die dunkle Sorte den Blutzuckerspiegel nicht so stark wie die helle Variante, sodass dein Magen nicht mehr so schnell wieder knurrt. Ausserdem solltest du Nudeln und generell Kohlenhydrate zu Abend nicht mehr zu dir nehmen, wenn du an Gewicht verlieren möchtest.smile

Sehr empfehlen kann ich die Nudeln aus Hülsenfrüchten. Der Vorteil der Erbsen- oder Linsenpasta: Sie enthalten hochwertige Pflanzeneiweiße und wertvolle, langkettige Kohlenhydrate, die den Blutzucker nicht gravierend ansteigen lassen.

Woher kommen die Nudeln


Nudeln wurden überall auf der Welt, teils völlig unabhängig voneinander entwickelt. Auch die Basiszutaten für Nudeln standen somit in völlig unterschiedlicher Art zur Verfügung. Als Ursprungsland der Nudeln wird jedoch nicht Italien, oder irgendein europäisches Land genannt, sondern Ostasien. Hier gilt vor allem China als das Land, welches zum ersten Mal Nudeln herstellte. Quellen und Ausgrabungen datieren die dortige Nudelherstellung auf über 4000 Jahre. Diese extrem alten Nudeln wurden aus Hirsesorten hergestellt. In Europa wurden Nudeln seit der Antike produziert, im 12. Jahrhundert erreichten erste Berichte über aus Mehl gewonnene „Fäden“ die Geschichtsbücher, welche in Sizilien hergestellt wurden.

Wie gesund sind Nudeln

Pasta ist vollgepackt mit pflanzlichem Eiweiß, Magnesium, Eisen und reichlich Kalium. 100 Gramm rohe Hartweizennudeln zum Beispiel enthalten 13 Gramm Protein und 1,5 Milligramm Eisen. Vollkornnudeln haben in Sachen Nährwerte jedoch die Nase vorn.

Was ist beim Kochen zu beachten

  • Du solltest Pasta generell immer al dente genießen, denn durch die kürzere Kochzeit wird weniger Stärke aufgespalten, wodurch der Blutzucker langsamer und kontrollierter ansteigt.
  • Somit sind bissfeste gekochte Nudeln für die Verdauung und den Blutzucker besser.
  • Was ich immer mache: Nudelreste vom Vortag aufwärmen und so ein paar Kalorien sparen. Denn durch den Abkühlungsprozess entsteht aus einem Teil der normalen Stärke in den Nudeln resistente Stärke.
  • Diese lässt sich von körpereigenen Enzymen nicht aufspalten und kann deshalb nicht im Dünndarm aufgenommen werden. Also: Der Körper kann weniger Kalorien aus den Nudeln gewinnen – ein weiterer Bonus!wink

Machen Nudeln dick

Pasta macht per se nicht einfach dick. Was aber dick macht, sind energiereiche Beilagen, wie fettige Bolognese- oder Sahnesaucen und zu viel Käse. Zudem sind Nudeln zum Abnehmen sogar ideal, da sie ihr Volumen beim Kochen mehr als verdoppeln, durch das aufgenommene Wasser. Und das macht bekanntlich nicht dick.laughing

Darum werde ich die richtige Nudelsorte, zur richtigen Tageszeit gegessen, weiterhin auf meine Ernährungspläne schreiben und vereinzelt mit einem Stirnrunzeln rechnen müssen, wenn sie meinen NudelBlog nicht gelesen haben.laughing

Also ich liebe Nudeln über alles und in jeder Variation. Mit viel Gemüse und wie auf dem obrigen Bild mit Sojasauce, Chili und frischen Kräutern, ein wahrer gesunder Genuss.

 Vi auguro buon appetito e buon divertimento con la pasta.

Eure BINAkiss

 

Manchmal sollte man sich lieber Nudeln – als sich Sorgen machenlaughing

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