Welche Vitalstoffe bei Demenz?

Ist es möglich, einer Demenz vorzubeugen? Ist es wissenschaftlich gesichert, dass sich die Entstehung einer Demenz-Erkrankung verhindern lässt. Eine wichtige Rolle spielen bei der Prävention bestimmte Risikofaktoren, die mit der Entwicklung einer Demenz in Verbindung stehen. So zeigen Untersuchungen, dass Demenz seltener bei Personengruppen auftritt, die sich regelmäßig bewegen und sich vitaminreich ernähren.

Gerade bei älteren Menschen besteht häufig die Neigung zu einer Fehl- oder Mangelernährung. Hierbei kommt es vor allem bei der Aufnahme wichtiger Mineralstoffe und Vitamine zu einer problematischen Unterversorgung. Zwar sinkt der Energiebedarf mit zunehmendem Alter, der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen bleibt indes unverändert. Eine Verbesserung der Versorgungslage dieser für den Körper und das Gehirn wichtigen Substanzen kann auf einfache Weise durch die Einnahme hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel erfolgen.

 Demenzerkrankungen weltweit?

Demenz tritt in den meisten Fällen erst ab dem 60. Lebensjahr auf, wobei Frauen nicht nur aufgrund einer höheren Lebenserwartung ein signifikant höheres Erkrankungsrisiko haben. Eine zentrale Rolle spielt hierbei, neben den Vitaminen und der Ernährung auch die weiblichen Sexualhormone.

Ich staune surprised : Nach Schätzungen von Alzheimer´s Disease International sind weltweit 46,8 Millionen Menschen von Demenz betroffen – und jedes Jahr kommen rund 7,7 Millionen Neuerkrankungen hinzu.frown

Allen Ursachen gemein ist der Untergang von Nervenzellen. Die Auslöser sind unterschiedlicher Natur. Neben Gefäßverengungen (vaskuläre Demenz) spielen vor allem neurodegenerative Erkrankungen eine Rolle.

 Dennoch wünschen sich viele nicht nur, dass sie möglichst alt werden, sondern dass sie das hohe Alter „körperlich und geistig fit“ genießen können. Eine ausreichende Versorgung mit den wichtigsten Biofaktoren spielt im Alter eine große Rolle, um die körperliche und geistige Gesundheit möglichst lange zu erhalten. Diese ist jedoch vor verschiedene Herausforderungen gestellt, die es zu überwinden gilt.

Welchen Platz nehmen die Vitamin C und E ein?

Bei Demenzpatienten wird häufig ein Vitamin C- und E Mangel festgestellt. Beide Vitamine wirken bei der Demenzprävention aber zusammen, weshalb ich immer wieder empfehle, einen Salat mit einem guten Omega 3 Öl und Zitronensaft zuzubereiten und ev.mit einigen Vitamin E haltigen Nüssen zu bestreuen.

Im Rahmen einer Studie konnten bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin E und Vitamin C die wenigsten Alzheimerfälle im Vergleich zur Kontrollgruppe beobachtet werden. (http://alzheimerforum.de/4/1/2/Vitamine_und_Demenz.html).

 

Die Einnahme nur eines der beiden Vitamine brachte indes keinen vorbeugenden Effekt hinsichtlich einer späteren Alzheimer-Demenzsurprised

Vitamin C

Vitamin C ist das bekannteste unter den Vitaminen und steht stellvertretend für eine gesunde Ernährung und Stärkung des Immunsystems. Dieser Ruf basiert vor allem auf der Funktion als Fänger freier Radikale bei oxidativem Stress. Neueste Studien weisen vermehrt auf einen Zusammenhang von oxidativem Stress und der Entstehung von Alzheimer hin.https://www.hindawi.com/journals/omcl/2012/472932/

Vitamin E

Zu den wichtigsten Formen der E-Vitamine zählen das Alpha-Tocopherol sowie RRR-alpha-Tocopherol. Vitamin E kommt ausschließlich in Pflanzen vor und dort überwiegend in den grünen Pflanzenanteilen. In tierische Nahrungsmittel gelangt es, wenn auch in geringer Konzentration, über die Nahrungskette. Im Darm werden die Vorstufen des Vitamin E aufgespalten und über die Lymphe in die Blutbahn abgegeben. Dabei ist der Anteil des fettlöslichen Vitamin E abhängig von der Aufnahme weiterer Nahrungsfette sowie der Funktion von Galle und Pankreas.

  • Im Gehirn gesunder Menschen wurde im Vergleich zu anderen Körperzellen die höchste Konzentration an Vitamin C gefunden. Da dort 25 Prozent der gesamten Glukose und 18 Prozent des aufgenommenen Sauerstoffs verbraucht werden, ist im Gehirn mit erhöhtem oxidativem Stress zu rechnen. Um die Nervenzellen vor Schäden zu schützen, sind Antioxidantien von entscheidender Wichtigkeit. Gerade die Gehirnzellen reagieren sehr empfindlich auf einen Vitamin-C-Mangel.
  • Vitamin C dient dort unter anderem der Herstellung der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin.(https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4691042/ )

 

 Nervenschäden und Gedächtnisstörungen bei einem Vitamin B 12 Mangel

  • Da Vitamin B12 über lange Zeit in der Leber abgespeichert wird, entwickelt sich ein Mangel an diesem Vitamin schleichend. Ein Vitamin B12-Mangel wird häufig erst dann erkannt, wenn sich das typischste Vitamin B12-Mangelsymptom – eine hyperchrome Anämie – ausbildet.
  • Die hyperchrome Anämie ist eine besondere Form der Blutarmut, die durch mangelnde Vermehrung roter Blutkörperchen entsteht. Wenn sie sich bemerkbar macht, ist es jedoch für eine frühzeitige Diagnose und Behandlung oft zu spät. Denn z.B. durch den Vitamin B12-Mangel ausgelöste neurologische Schäden können unbemerkt weitaus früher entstehen und sind, wenn sie zu lange unbehandelt bleiben, irreversibel.
  • Ich finde, genau hier liegt das Problem: Die unspezifischen neurologischen Symptome wie Gangunsicherheit, Verwirrtheit und Gedächtnisstörungen werden noch viel zu selten mit einem möglichen Vitamin B12-Mangel in Verbindung gebracht und bleiben dadurch lange unbehandelt. Dabei ist ein Vitamin B12-Mangel eng mit dem Risiko eine Demenz zu entwickeln verbunden, besonders wenn bereits eine leichte kognitive Störung besteht. Dies zeigte eine aktuelle Studie, die einen niedrigen Vitamin B12-Spiegel mit Gedächtnisstörungen und einem frühen Stadium der Alzheimer-Demenz in Verbindung bringt.(https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21780182/)

 

Essenzielle Fettsäuren

  • Fette haben für unsere Ernährung eine hohe Bedeutung. Jedoch Fett ist nicht gleich Fett. Gesättigte Fettsäuren sind vorwiegend in tierischen Produkten zu finden (Butter, Fleisch) und gelten allgemein als ungesunde Fette. Während sich ungesättigte Fettsäuren sowohl in ihrem chemischen Aufbau als auch ihrem Vorkommen von diesen unterscheiden. Zu den gesunden Fettsäuren zählen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-3– und Omega-6.
  • Wusstet ihr, dass, bevor die Bezeichnung der essenziellen Fettsäuren eingeführt wurde, waren diese als Vitamin F eingeordnet, da sie ebenso wie andere Vitamine nicht selbst vom Körper hergestellt werden können.
  • Die Omega-6-Fettsäuren wirken entzündungsfördernd, währenddessen wirkt die Omega-3-Fettsäure entzündungshemmend. Da beide Fettsäuren abhängig von der Nahrungszufuhr sind, ist sowohl bei der Ernährung als auch der Supplementierung auf ein ausgewogenes Verhältnis zu achten.wink

Gegen das Vergessen – Omega-3-Fettsäuren

  • Dass der Schwund von Hirngewebe bei Patienten mit einer guten Versorgung an Omega-3-Fettsäuren durch die Gabe von Vitamin B verlangsamt werden kann, konnte bereits belegt werden. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4927899/)
  • Für mich interessant ist auch, dass im Gehirn von Alzheimer-Kranken ein niedriger Spiegel an Omega-3-Fettsäure nachgewiesen wurdesurprised

Welche Vitamine sind die Besten – als Prävention?

Welche Nährstoffe der Demenz und Morbus Alzheimer entgegenwirken, kann man aus einer Vielzahl an Studien entnehmen. Einzelne Substanzen konnten sich dabei indes nicht hervortun. Die meisten gut aufgestellten Studien beschreiben jedoch stets das Zusammenspiel der Vitamine B6, Folsäure und B12. Aber auch das Zusammenwirken von Vitmin C und E.

Aber auch die Vitamine D und K, Selen, Magnesium, Resveratrol, Coenzym Q10 und B Vitamine sind bedeutend.

 

 

Mein Tipp als Ernährungsmedizinerin:

Eine mediterrane Ernährung versorgt das Gehirn mit wichtigen Nährstoffen und stärkt seine Abwehrbereitschaft. Esst viel Obst und Gemüse, Olivenöl und Nüsse, dafür wenig rotes Fleisch und viel Fisch. Beim Fisch solltet Ihr eher zu fettem Seefisch wie Lachs, Kabeljau oder Makrele greifen, da sie viele langkettige Omega-3-Fettsäuren enthalten. Trinkt ausreichend, empfehlen würde ich zwei bis drei Liter pro Tag. Darunter können auch koffeinhaltige Lebensmittel sein wie Kaffee oder Tee. Es kommt natürlich auch darauf an wieviel du schwitzt und wieviel Flüssigkeit in Form von Suppen du zu dir nimmst. tongue-out

Konzentriere dich nicht auf einige wenige Nahrungsmittel und vermeide einseitige Ernährungsansätze wie Diäten. Denn nur eine ausgewogene Ernährung versorgt unseren Körper mit allen notwendigen Nährstoffen. Entscheidend für mich ist auch, dass die anderen vorbeugenden Maßnahmen wie Bewegung, geistige Fitness oder gesunde Ernährung dauerhaft Teil einer gesundheitsfördernden Lebensweise sind.

Das schlag ich euch für den Alltag vor!

 

  • Wenn Du darauf achtest, dass diese Lebensmittel regelmäßig bei Dir auf den Tisch kommen, hast Du schon viel dafür getan, um Dein Alzheimer-Risiko zu senken. Denn fast alle Nahrungsmittel und Getränke aus dieser Liste enthalten wertvolle Antioxidantien.
  • Vitamine aus Obst und Gemüse: genieße sie roh zum Beispiel als Fingerfood.
  • Zellschutz bieten auch Polyphenole aus Olivenöl, Heidelbeeren und rotem Traubensaft.
  • Omega-3-Fettsäuren sind in fettem Seefisch sowie in kaltgepresstem Raps-, Oliven- und Leinöl. Verwende es kalt, wie etwa in Salaten.
  • Iss Nüsse in kleinen Mengen mit ihren wertvollen Eiweißbausteinen, Spurenelementen und Fetten.
  • Auch Kaffee und grüner Tee schützen durch Antioxidantien.
  • Trink mindestens zwei bis drei Liter Wasser pro Tag.
  • Iss nur wenig rotes Fleisch und kauf lieber Geflügel.

    Risikofaktoren: Rauchen, Trinken, Übergewicht, Bluthochdruck meiden

     

Noch etwas zum Schluss!

Kann Demenz vererbt werden?

 Viele Menschen haben Angst, dass Alzheimer erblich ist. Vor allem dann, wenn es Betroffene in der Familie gibt. Doch die Alzheimer-Demenz ist nur zu einem sehr geringen Prozentsatz (ein Prozent) vererblich. Bei 99 Prozent aller Alzheimer-Erkrankungen ist das Alter das größte Erkrankungsrisiko. Es sind bisher drei Gene bekannt, die für die genetisch bedingte Form von Alzheimer verantwortlich sind. Weist eines dieser Gene Mutationen auf, bricht die Demenz in jedem Fall aus. Betroffene erkranken in der Regel sehr früh, zwischen dem 30. und 65. Lebensjahr. https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_85784844/demenz-vorbeugen-diese-zehn-massnahmen-zahlen-sich-aus.html

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir prophylaktisch tätig werden, auf unsere Ernährung achten und ggf. Supplemente einnehmen. Auch alle Risikofaktoren sollten wir ausschalten, uns Bewegen und regelmäßig unser Gehirn trainieren.laughing

Ich denke, dass wir das unserer Gesundheit und unserem Körper schuldig sind!

Passt auch Euch auf – auf ein langes, erfülltes und gesundes Leben!

EURE BINA kiss

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