Kokosmilch ist eine leckere Alternative zur herkömmlichen Kuhmilch. Egal ob zum Kochen, Backen oder in Smoothies, mit ihrem fruchtig nussigem Geschmack ist sie ein echter Allrounder in der Küche. Im Gegensatz zum klaren und erfrischenden Kokoswasser, welches sich im Kern der Kokosnuss verbirgt, wird die Milch aus dem weißen Fruchtfleisch der Steinfrucht gewonnen. Doch welche Kokosmilch solltest du nun kaufen und wie gesund ist sie wirklich ? Als Ernährungsmedizinerin möchte ich euch nun einige Fragen beantworten.

Die Kokosmilch ist für mich kaum mehr wegzudenken und gewinnt auch bei vielen anderen Personen immer mehr an Ansehen, kein Wunder bei der Liste von angeblichen Vorzügen:

  • Mit rund 20% Fett ist die Kokosmilch nicht gerade ein Leichtgewicht, doch statt sich in den Fettpolstern festzusetzen, können die mittelkettigen Fettsäuren (MCTs, Middle Chain Triglycerides) direkt in Energie umgewandelt werden.
  • Die enthaltene Fettsäure Laurin soll im Körper antibakteriell wirken und neben Akne auch Herpes- und Grippeviren bekämpfen.
  • Kokosmilch soll den Cholesterinspiegel  stabilisieren und den Anteil des „guten“ HDL-Cholesterins im Blut erhöhen.
  • Die Kitava-Studie des schwedischen Wissenschaftlers Lindeberg besagt, dass ein auf der Insel Kitava lebendes Papua-Neuguinea-Volk, welches sich hauptsächlich von der Kokosnuss ernährt, nie an Zivilisationskrankheiten wie Demenz, Herz- oder Kreislaufproblemen leidet.
  • Kokosmilch enthält von Natur aus keine Laktose, so dass sie auch bei Laktoseintoleranz ohne Bedenken zu genießen ist.

Der wichtigste Vorteil ist aber: Kokosmilch schmeckt extrem gut und verleiht vielen Gerichten eine exotische Note, z.B. einer Zucchinicremesuppe oder vielen asiatischen Rezepten. Hmmm, einfach herrlich.kiss

Jedoch werden in vielen Kokosprodukten hohe Bestandteile an Mineralöl nachgewiesen (Öko Test). Die Substanz steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Sie sollte deshalb in Lebensmitteln überhaupt nicht vorkommen und es schockiert mich immer wieder, wenn ich diese Substanz auf Verpackungen lese, sei es auf Lebensmittel oder auf Kosmetikartikel und sogar in Milchpulver für Babys, habe ich sie gefunden.surprised

Das Problem: Mineralöl in Kokosprodukten ist legal

Hersteller müssen sich wenig darum kümmern, ob die gefährlichen Substanzen in ihre Produkte gelangen oder nicht. Denn es gibt noch immer keine gesetzlichen Grenzwerte in Österreich/Deutschland, lediglich Orientierungswerte. Eine Überschreitung hat jedoch keinerlei Konsequenzen. Und so landet das Mineralöl weiterhin in Kokosprodukten, Schokolade und Co.

Kokosmilch enthalten teilweise Schadstoffe

In einigen konventionellen Kokosmilchpackungen waren das Verdickungsmittel Carboxymethylcellulose (CMC) und der Emulgator Polysorbat 60 enthalten. Diese Stoffe stehen in Verdacht, in hohen Konzentrationen die Darmflora zu schädigen(Öko Test). Sie sind eigentlich überflüssig, da es ausreichen würde, die Kokosmilch vor dem Öffnen kräftig zu schütteln, damit sich die einzelnen Bestandteile wieder verbinden, und so mache ich das auch!

Auch Chlorat in Kokosmilch kann zum Problem werden

Ein weiterer Inhaltsstoff, der negativ auffällt, ist Chlorat. Dieser Stoff wird zur Desinfektion eingesetzt und kann während der Produktion und Abfüllung in die Kokosmilch gelangen. Ein Problem, da Chlorat bei wiederholter Aufnahme vorübergehend die Jodaufnahme in die Schilddrüse hemmt. (Bundesinstitut für Risikobewertung). Das ist vor allem für Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen, Jodmangel sowie für Kinder bedenklich. Auch Schwangere, bei denen eine Schilddrüsenfunktionsstörung festgestellt wurde, sollten einen Kontakt mit Chlorat meiden.

Kann ich dennoch Kokosmilch genießen, die frei von solch bedenklichen Inhaltsstoffen ist?

Die gute Nachricht – JA, ich bin fündig geworden nach langer Eigenrecherche.wink

Wer hat die KOKOSNUSS geklaut…..laughing

Wenn du also weiterhin in deiner Küche auf Kokosmilch setzen möchtest, dann greif am besten zu Bio-Produkten. Diese schnitten in vielen Testergebnissen sehr gut ab(Öko Test). Ich persönlich verwende nur noch Bio Kokosmilch wenn ich tiereiweißfrei koche, wie z.B die von Alnatura, Rapunzel, Dr.Goerg.

Kritisch sehe ich es dafür an anderen Stellen

Im Gegensatz zur industriell verarbeiteten Kuhmilch ist Kokosmilch immer noch ein unverfälschtes Naturprodukt. Wenn du Kokosmilch kaufen möchtest, solltest du immer auf die Zutatenliste schauen. In qualitativ hochwertige Kokosmilch gehört nur Kokosnuss und Wasser. Produkte mit Zusätzen sind nicht gesund, also Finger weg! Wenn du die Dose vorm Verzehr einmal kräftig schüttelst, geht es auch ohne Chemie! wink

Eine Sache liegt mir noch am Herzen: Auch wenn Kokosmilch lecker ist und viele positive Eigenschaften hat, so ist es leider kein regionales Lebensmittel und kommt von sehr weit her. Wenn du also auf Nachhaltigkeit achten möchtest, sollte Kokosmilch nicht unbedingt in jeder Mahlzeit enthalten sein. Außerdem sind Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Anbaukriterien äußerst fragwürdig. Wenn du also auf Nummer sicher gehen willst, achte zusätzlich beim Kauf noch auf das Fairtrade-Siegel.

Welche Erfahrungen hast Du mit Kokosmilch gemacht? Welche Kokosmilch ist Dein persönlicher Favorit? Vielleicht schickst du mir eine Mail zu diesem Thema, es würde mich sehr interessieren!

Ich hoffe, ich hab euch mit meinem heutigen Beitrag einige Fragen beantworten können und du siehst bei deinem nächsten Einkauf von Kokosmilch, auf die Zutatenliste.laughing

 

Bleibt gesund und passt auf euch auf!

EURE BINAkiss

Das Gesundheitsinteresse ist riesengroß, das Gesundheitswissen ist mäßig, das Gesundheitsverhalten ist miserabel. Christian Morgenstern

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